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Sonntag, 30. Dezember 2007

Vorausschauendes Fahren


ist im Land der großen und kleinen Egoisten nicht üblich.

Schaltet eine Ampel auf Grün wird prinzipiell einmal losgefahren, und wenn es nur die 5 Meter bis zum Vordermann sind, der noch von der letzten Grünphase in der Kreuzung stehen geblieben ist.
Der Querverkehr macht natürlich das gleiche und somit haben wir dann flott ein recht ordentliches Autoknäuel.
Hupen ist ja seit ca. einem halben Jahr in Schanghai verboten worden, die Stadtverwaltung gibt sich westlich-metropolisch, so staut nun Alles stumm vor sich hin und schaut dumm und versucht sich seinen Weg nach vorne zu erschneiden.

Sonntag, 23. Dezember 2007

Verkehr in Schanghai

Wie schon einmal angekündigt, kommt hier ein Video zum Gehsteigsharing.
Allerdings bin ich bis jetzt bei richtigen "knackigen" Szenen immer zu spät daran gewesen, so ist auch diese eher zahm.



Vielleicht auch noch eine Bushaltestellen Situation, bei der Ein- und Ausstiegsvorgang durch die Fahrspur für Zweiräder recht spannend bleibt.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Chinas neue Mobilität, verloren


Immer mehr Leute können sich Autos leisten.
Dem trägt jetzt auch die China Construction Bank, eine der größten des Landes, mit einer eigenen 'AUTO' Kreditkarte Rechnung.
Die Ausbildung des Auto-Kults erfolgt bei den Betroffenen ganz ähnlich wie bei uns.
Erste Stufe: breitere Reifen, hübscheTeppiche und Schonbezüge, Aufkleber und andere Accesoires.
Zweite Stufe: Sportauspuff, Tieferlegungssatz, etc.
Nur wird man sich hier nicht so lange am mobilen Spielzeug erfreuen können, wie wir das konnten.
Die Ära der Verbrennungskraftmotoren nähert sich ja mit Riesenschritten ihrem Ende, Hubbert´s Peak wird Realität.

Donnerstag, 29. November 2007

Innenraum des Maglev


der günstigsten Möglichkeit schneller als mit einem Ferrari unterwegs zu sein. Weniger als 4.-€ für 7 Minuten Fahrt mit bis zu 430 km/h

Mittwoch, 21. November 2007

Schanghai ChinaCoat 2007 und einiges zu Taxlersitten

Auftritt: Der Rest der Welt ausserhalb Chinas (man versucht neue Technologien und Rohstoffe an den Mann zu bringen), sowie der chinesische Teil der Welt (man versucht Rohstoffe zu ergattern und Maschinen an den Mann zu bringen).
Hätte mir nicht gedacht dass hier soviel los ist.


Am späten Nachmittag dann staut sich die Menge der Abreisenden beim Taxistandplatz. Hauptsächlich brave Ausländer die sich dort anstellen.

Der mit hiesigen Gewohnheiten vertraute Einheimische oder angelernte Ausländer verlässt das Gelände zu Fuß und schnappt sich lieber eines der zufahrenden Taxis.
Bei solchen Gelegenheiten sind die Taxifahrer dann durchaus wählerisch und wollen schon im vorhinein wissen wohin es gehen soll.
Kürze Fahrten werden einfach abgelehnt.....

Die größte diesbezügliche Unverfrorenheit habe ich einmal am Schanghaier HongQiao Flughafen erlebt: Ankunft ca. 23:00, strömender Regen, ca. 300 auf Taxis wartende Menschen, keine Taxis. Dann kommen zwei Taxis daher, fahren aber nicht bis zum Einsteigeplatz vor sonder bleiben ca. 100 Meter davor stehen, steigen aus, zünden sich eine Zigarette an und blicken wartend auf die Menschenmenge.
Nach zwei Minuten ist natürlich einer der Wartenden über die Absperrung geklettert, hat kurz verhandelt und ist dann eingestiegen, sicher zu einem überhöhten, weil frei ausgemachten Preis.

Für mich war diese Situation typisch. Angebot und Nachfrage als beinharte Entscheidungskriterien, Gnade (in diesem Fall Service) gibt es keine.

Montag, 12. November 2007

Fahrräder in China


Ein altes Klischee.
Sie sind aber selbst in Schanghai, der selbsternannten Modernsten aller modernen Städte, nicht aus dem Strassenbild wegzudenken, und in schmaleren Nebenstrassen die Freude aller Fußgänger.
Im Wienerischen gibt es ja, um äußerste Interessenlosigkeit zum Ausdruck zu bringen, den Ausspruch: Des intresierd mi ungeföa sovü wia waun in China a Foaradl umfoid. (Für Nicht-Wiener: Das ist für mich vergleichsweise so interessant wie das Umfallen eines Fahrrades in China) der auf unsere charmante Weise diesem Klischee Rechnung trägt.

Ja, ich bin Wiener, bekennender, mit Leib und Seele!

Ich plane ohnehin schon seit längerem hier ein Video zu posten, welches das hiesige Gehsteig-Sharing zwischen Fußgängern, Fahrradfahrern, Motorradfahreren und Autos (in umgekehrter hierarchischer Reihenfolge) veranschaulicht.
Bisher ist der Überlebenstrieb jedoch immer stärker gewesen als mein Hang zum Dokumentieren und der Griff zum Handy kam immer zu spät.

Donnerstag, 1. November 2007

Taxifahren in Schanghai


Ist man tagsüber mit dem Taxi unterwegs muß man immer mit Stau rechnen, ganz einfach immer.
Und Staus sind hier natürlich wieder ein Erlebnis für sich.
Aus drei Fahrspuren werden dann gelegentlich schon mal 4 bis 5, weil ein Großteil der Fahrer versucht irgendwie weiter zu kommen.
Wenn sich der Stau nicht auf einer der Hochautobahnen abspielt sondern zu ebener Erde wird es besonders lustig, weil dann noch die Variable Kreuzungen zusätzlich ins Spiel kommt.
In den Fahrschulen wird offensichtlich gelehrt: Ist eine Kreuzung in eine Fahrtrichtung verstopft, so muß unbedingt vom Querverkehr auch eingefahren werden um den Verkehrsfluß vollkommen zum Erliegen zu bringen.
Zwischen den verkeilten Autos turnen dann noch Fußgänger und Fahradfahrer herum.
Die Auflösung erfolgt dann meistens durch exzessives Weghupen der anderen Verkehrsteilnehmer.
Von wegen asiatische Gelassenheit.
Die steht dem ausländischen Taxibenutzer besser zu Gesicht, man kann die Zeit ja für Telefonate zum Verschieben von Terminen nutzen.

Verkehrsunfälle


werden mit reger Aufmerksamkeit bedacht. Die Schaulustigen geben sich das eher emotionslos, die Betroffenen streiten sich meistens, wobei es durchaus zu Handgreiflichkeiten kommen kann. Dabei wird bei lautem Reden auch mit dem Finger auf den Gegner gezeigt, was verpönt sein dürfte, und Aggression auslöst.

Samstag, 29. September 2007

Shanghai Public Transportation Card



Das ist eine praktische PrePaid Karte, mit der man in allen öffentliche Verkehrsmitteln, incl. Maglev, und auch in Taxis bezahlen kann.
Erhältlich u.a. bei den Kartenverkaufsschaltern in den U-Bahn Stationen, eine geringe Gebühr ist als Einsatz zu zahlen.

Samstag, 8. September 2007

Peking - Schanghai Schlafwagen


Die angenehmere Art zu Reisen. Abfahrt abends, ca. 12 h Fahrtzeit, Ankunft morgens ausgeschlafen und entspannt.

Freitag, 7. September 2007

Bahn fahren


ist grundsätzlich ok, wenn man einen Sitzplatz hat. Hier werden aber auch Stehplätze vergeben, es gibt einfach zu viele Reisende.
Um die etwas beengte Situation zusätzlich spannend zu machen, gehen so alle 20 Minuten Verkäufer mit Rollwägen durch die Wagons und bringen so etwas Bewegung in den reisenden Heringsdosenschwarm.
Bei dieser Fahrt hat dann auch noch ein Bahnbediensteter begonnen den Fußboden aufzukehren und aufzuwischen....
Jedenfalls hatte ich dann nach einer guten Stunde genug vom ständigen Körperkontakt um mich von Wagon 14 in Richtung Wagon 9, dem Speisewagen, durchzukämpfen.
Dort kann man sitzen, muß aber konsumieren.
Nachdem ich ca. 15 Leuten auf die Zehen gestiegen bin, jedesmal ein "bu hao ise" (Lautschrift, nicht PinYin) zur Entschuldigung gemurmelt habe, kam ich dann dort an, konnte sitzen und mußte nicht konsumieren weil die Kellner sich wohl dachten dass ich ohnehin nichts verstehe.

Dienstag, 28. August 2007

Schanghai Hauptbahnhof


morgens um 7:00. Wenige Menschen!

Mittwoch, 15. August 2007

öffentliche Busse


sind in Schanghai das wichtigste Verkehrsmittel. Und das günstigste. Je nach Ausstattung liegt der Fahrpreis bei 1 oder 2 RMB, unabhängig davon wie weit nan fährt. Die Busse sind zu den Spitzenzeiten mehr als überfüllt, und es herrscht ein gnadenloser Kampf um frei gewordene Sitzplätze.

Sonntag, 12. August 2007

Taxi - Die Pumper

Als Ausländer (Gastarbeiter) ohne Auto fährt man gezwungenermaßen relativ viel mit dem Taxi.
Das ist auch etwas günstiger als in Wien.
Der Basispreis ist 1,1 €, und für 2 bis 3 € kommt man schon ganz schön weit, runde 10 km für 3 €.

Die Fahrweise der Chauffeure ist, ganz wie in Europa, sehr unterschiedlich, für mich absolut nervend sind jedoch die Pumper.
Die Fahrweise der Pumper ist: Gas - weg vom Gas - Gas - weg vom Gas
Andauernd!

Das zehrt an den Nerven, bei mir jedenfalls.
Ich neige dann zu Zynismus und habe die Theorie aufgestellt, dass diesen Fahrern gelehrt wurde sie müssen das Fahrzeug durch das Pumpen vorantreiben.
Ähnlich dem Treten beim Fahrrad....
Oder es hat irgendein Professor einmal die Theorie aufgestellt, das durch kurze Gasstöße Benzin zu sparen sei.

Böse, ich weiss.

Wenn ich einmal der Sprache ausreichend mächtig sein werde, dann werde ich die Pumper fragen warum sie Pumpen.
Bin schon gespannt.

Donnerstag, 9. August 2007

Werbung im Taxi


In diesem Fall für eine kulinarische Rettungsinsel für lao wei (Ausländer).
Ich finde das extrem praktisch. Und die Werbung für Brustvergrößerung ist ohnehin auf Chinesisch.
Sprache als Informationsfilter.

Samstag, 4. August 2007

Verkehrsregeln - Überlebenstips

Regel Nr. 1: Vertraue auf Nichts (Ampel grün, Rechtsvorrang, Einbahn, ...)
Regel Nr. 2: Der Schwerere hat Vorrang
Wichtig für Fußgänger: Bei Rot rechtsabbiegen ist erlaubt, und wird auch gnadenlos genutzt. (Nix mit Vorrang für Fußgänger!)
Spurwechseln erfolgt meistens durch Abdrängen/Schneiden des anderen Fahrzeugs.
Dieser Vorgang ist aber emotional nicht so belastet wie in Österreich, es wird dabei nicht geschimpft oder böse geschaut, weil es einfach normal ist.

Mit diesen Regeln kommt man ganz gut zurecht.
Natürlich sind die Verkehrssitten regional unterschiedlich, vor allem in den großen Städten bemüht man sich die Verkehrsteilnehmer an die Einhaltung der Verkehrsregeln zu gewöhnen.
Je weiter man sich aber von den Ballungsräumen entfernt, umso bunter wird das Treiben auf den Strassen.

Freitag, 3. August 2007

umweltfreundliches Lastentaxi


Auch mit Elektroantrieb erhältlich.

Samstag, 28. Juli 2007

Graffiti auf SH Metro


Das Unsagbare ist passiert, ein Wagen von Zug 15 der neuen Metrofahrzeuge für Shanghai Linie 1, wurde nächtens kunstvoll verziert. Das Bild zeigt das Kunstwerk leider erst nach dem ersten Versuch das einheitliche Erscheinungsbild wieder herzustellen.

Mittwoch, 25. Juli 2007

Tägliche Verkehrsinfarkte


Als ordentliche Metropole erleidet Schanghai täglich mehrere Verkehrsinfarkte. Am Foto ist die Nan Pu Brücke um 7:45 morgens zu sehen, kommend aus Pudong. Der öffentliche Verkehr war bis vor 10 Jahren nur auf Busse beschränkt, die verstinken noch immer die Hauptverkehrsrouten.

Samstag, 7. Juli 2007

3-Rad Taxi


Die moderne Version von Rikschas.
Mit diesen Gefährten (kommt das Wort Gefährt eigentlich von fahren oder von Gefahr?) kann man den unmittelbaren Nahbereich abdecken. Zum Preis von 30 bis 60 Cent (10 Cent Aufschlag bei Regen) wird man im Umkreis von 1 bis 2 Kilometern transportiert. Die Fahrer stehen in den Wohnhausanlagen an zentralen Stellen, und bei der Metrostation.
Ist für kurze Strecken günstiger als Taxi (1,1 €).
Motorisiert sind diese Gefährte größtenteils mit Elektromotor, wobei dann kräftig mitgestrampelt werden muss. Das Fahrzeug auf dem Foto ist aus einem Roller umgebaut worden.

Das Gewerbe wird natürlich nicht offiziell ausgeübt, weshalb bei gelegentlichen Polizeikontrollen in der Gegend die 3-Rad Taxis verschwunden sind.